Von Autoren, Schauspielern und der Serie deines Lebens


Jeder Mensch hat eine Lebensphilosophie, die meisten denken nur nie über ihre nach. Nach vielen Diskussionen mit Bekannten bin ich zu der Auffassung gelangt, dass man das Leben wie eine Serie sehen sollte. In dieser Serie gibt es einzelne Folgen, Staffeln und Episoden. Es gibt den Serienhelden und die Hauptdarsteller, es gibt Gastrollen und Statisten. Und es gibt den Autor. Der Autor ist das, was Christen Gott nennen würden. Der Autor bestimmt den Fortgang der Serie, er gibt die Dramaturgie der Serie vor, die von den Schauspielern und vor allem vom Serienhelden mit Leben gefüllt wird. So kommen so witzige Situationen zustande wie: Man fährt im Auto irgendwo hin, unterhält sich mit seinem Beifahrer über dies und das. Dann kommt von hinten ein Drängler an, gibt Lichthupe und macht voll Alarm weil man nicht schnell genug zur Seite fährt und aus dem Radio tönt es „… mein Maserati fährt 210, ich geb Gas, ich geb Gas…“. Und bei einem Blick in den Rückspiegel sieht man, aha, es ist tatsächlich ein Maserati der da hinter einem so einen Alarm veranstaltet. Wenn man nur aufmeksam genug durch seine Serie geht, wird man sehr viele Situationen finden in denen von der Regie die passende Filmmusik eingespielt wird. Nun nicht jede Serie hat den selben Autor, in sofern unterscheidet sich der Seriengedanke vom christlichen Gedanken eines Gottes ganz erheblich. Man kann in gewissem Sinne die Persönlichkeit seines Autoren aus der Art ablesen wie er die Dramaturgie in der Serie aufbaut, ob er den Helden mag oder ob der Held eine tragische Figur ist. Wie die Serie endet wissen die Schauspieler leider nicht, ich würde echt was drum geben mein Drehbuch zu sehen, aber sicher ist, jeder wird beim großen Finale seiner Serie hautnah dabei sein.

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