Spass mit den Verkehrsbetrieben


…Bahnhof? Umsteigen!?… Dachte ich mir heut morgen als ich an der Bushaltestelle sitzend zusah, wie mein Bus gutgelaunt an mir vorbeifährt, ohne anzuhalten. Ich überleg noch kurz, ob ich vielleicht wieder vor mich hin geträumt hab und einfach vergessen hab einzusteigen, aber dem war nicht so. Also bleib ich hier halt noch eine halbe Stunde sitzen, ich hab ja nichts Besseres zu tun als an der bescheuerten Bushaltestelle rumzusitzen. Ich hatte echt Glück, dass mich wenigstens der folgende Bus mitgenommen hat, hätte er nämlich fast auch nicht getan. Hier im Büro angekommen, sah ich mich also gezwungen folgende Mail an die Verkehrsbetriebe Stuttgart zu verfassen:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

mit diesem Schreiben möchte ich mich über etwaige, mir nicht bekannte Verhaltensregeln für Fahrgäste an Bushaltestellen im Raum Stuttgart erkundigen. Mir ist heute Morgen offensichtlich ein, aus meiner Sicht, folgenschwerer Fehler unterlaufen. Insbesondere geht es mir um Verhaltensweisen, Gesten und Rituale welche einem Busfahrer zweifelsfrei den Wunsch mitgenommen zu werden signalisieren. Ich bin heute Morgen dem Irrglauben aufgesessen, dass meine bloße Anwesenheit an einer Bushaltestelle meinem Wunsch mitgenommen zu werden hinreichend signalisieren würde. Damit mir das nicht noch einmal passiert bitte ich Sie höflichst, mir über die Rituale die ich aufführen muss, um einen Busfahrer zum anhalten zu beschwören, Auskunft zu erteilen. Ich bin gern bereit, mir komplexe Bewegungsabläufe und / oder Beschwörungsformeln anzueignen. Falls technische Einrichtungen notwendig sind um den Haltewunsch mitzuteilen, bin ich ebenfalls gern bereit mir diese, bis zu einem Anschaffungswert von 10000€ und/oder einem Gewicht von 100kg, anzuschaffen und deren Handhabung fachgerecht zu erlernen. Derzeit gehe ich davon aus, dass die effektivste Möglichkeit meinen Haltewunsch unmissverständlich an den Fahrer mitzuteilen, sogenannte Nagelbänder oder Reifentöter, wie die Polizei sie auch verwendet, sind. Diese kann ich dann im richtigen Moment über die Straße werfen. Es könnte allerdings sein, dass ich einen kleinen Fußweg bis zur endgültigen Halteposition des Busses aufgrund dessen Trägheit hinnehmen muss. Ich bin momentan wegen eines Knieleidens gezwungen an Gehstützen (umgangssprachlich Krücken) zu gehen. Die Zeit, die ich bis zur endgültigen Halteposition des Busses benötige, kann vom Fahrer aber eigentlich gut genutzt werden um auf den Bus (je nach Modell) 6 bis 10 neue Reifen aufzuziehen, was mit Sicherheit keinen nennenswerten Aufwand darstellen kann. Eine weitere effektive Möglichkeit könnte darin bestehen, den Bus mit einem gezielten Schuss auf den Motor oder die Antriebsachse, aus einem Hohlladungsprojektilwerfer (umgangssprachlich Panzerfaust) zum stehen zu bringen. Allerdings müsste ich dafür wissen, welches bei Gelenkbussen die Antriebsachse ist. Der Aufwand den explodierten Bus wieder zusammenzusetzen ist sicher auch nicht nennenswert. Von dieser Möglichkeit möchte ich allerdings auf Grund der erheblichen Lärmbelästigung bei der Detonation des Projektils absehen, zudem ist es schwer in Deutschland an solche, dem Kriegswaffenkontrollgesetz unterliegenden Gerätschaften, zu kommen. Weitere effektive Möglichkeiten einen Bus aus voller Fahrt anzuhalten fallen mir im Moment leider nicht ein. Vielleicht können Sie mir diesbezüglich mit gutem Rat zur Seite stehen.

 

Mit freundlichen Grüßen“

 

Mal sehen was dabei rauskommt … hihi.

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