Killerspiele, Pornos, Gewalt im Fernsehen und ich laufe einfach nicht Amok


Ich hab lange mit mir gerungen ob ich diesen Beitrag bringen soll, bin aber letztlich zu der Auffassung gekommen das ich es tun muss! Es geht um „Killerspiele“ und wie die Politik, die Medien und die Gegner damit umgehen. Das Hauptargument der Killerspielgegner ist ja die so genannte emotionale Verarmung der Jugend angeblich hervorgerufen durch solche Spiele. Ich halte das für kompletten Unsinn und für einen genialen Schachzug der Psychologie-Brange ihr inhaltsloses Geblubber meistbietend zu verkaufen. Immer wenn mal wieder einer ausgetikt ist hört man sofort das er Killerspiele spielte, so genannter Softairspieler war und das er natürlich auch ein Waffenfreak und ein Außenseiter war. Dann ist auch immer ein altkluger Psychologe bei der Hand der lang und breit erklärt wie eins zum anderen führte, und der arme Kerl geradezu gezwungen wurde Amokzulaufen weil er das aus Spielen so gelernt hat. Was eine hirnverbrannte Scheiße! Als nächstes drängt sich dann ein ach so Menschenfreundlicher Politiker, meist aus den ganz linken Gefilden der Politik ins Bild und fordert schärfere Waffengesetze, schärfere Jugendschutzgesetze und was sonst noch alles grade gefordert werden muss. Davon bekomm ich jedes Mal Kopfschmerzen. Ich oute mich jetzt einfach mal. Den ersten Porno habe ich mir 11 angesehen und aus mir ist, oh wunder, kein Sexualverbrecher geworden. Ich habe „Josephine Mutzenbacher“ gelesen und würde trotzdem nie denken Kinder könnten Sex mögen und auch würde ich nie daran denken ein Kind zu missbrauchen. Ich habe seinerzeit Carmageddon mit Menschen & Blutpatch und 3dFX gespielt wie ein bekloppter und ich habe immer noch keinen überfahren. Dagegen wurde ich mal von einer Frau angefahren die mit Sicherheit nie was von Carmageddon gehört hat (shit happens!). Ich habe jeden Teil von Half Life, Doom, Couterstrike, Quake, AvP, Unreal etc. gespielt und viel Spaß dabei gehabt und es waren immer die englischen Uncut Versionen. Ich finde Softair spielen toll und würde wenn es in Dtl. erlaubt wäre auch mehrere Waffen besitzen. Aber bisher bin ich noch nicht Amokgelaufen und ehrlich gesagt verspüre ich auch nicht allzu viel drang dazu. Wenn Psychologen und Politiker Recht haben dürfte es mich also nicht geben. Ich verspüre zum Beispiel keinen drang kleine Tiere zu quälen oder schwächere zu unterdrücken. Dann war mein Elternhaus offenbar ein sehr vorbildliches. Gut, ich musste nie Prügel oder sonstigen Terror über mich ergehen lassen, was hauptsächlich wohl daran liegt das ich meinen Vater nie kennen gelernt hab (danke an meine Mutter!). Dann hat offensichtlich meine Mutter einen super Job gemacht in der Zeit in der sie mich, ihren 6 – 16 Jahre alten Sohn neben ihrem Dreischichtdienst als Krankenschwester, gesehen hat. Meine Mutter hat sich einen Ast abgearbeitet damit sie den Lebensunterhalt rannschaffen konnte und gereicht hat’s oft genug trotzdem nicht. Worauf ich damit hinaus will ist das ich defakto vom Fernseher erzogen wurde! Und ich bin trotzdem kein Soziopath. Ich war der Alptraum meiner Lehrer, bin entsprechend gern zur Schule gegangen und hatte entsprechende Noten, das erkennt man heut‘ noch an meiner Rechtschreibung. In meiner Klasse war ich niemals der coole Star sondern sehr oft der Außenseiter. Nach diesem rührseligen Exkurs in meine Vergangenheit komme ich mal wieder auf den Punkt. Ich hatte oft genug im Leben, vor allem während der Schulzeit, Grund zum Amoklaufen. Hab’s aber nicht getan. Woran liegt das meine Damen und Herren Psychologen und Politiker? Ist ’ne schwierige Aufgabe, ich weiß! Vielleicht, nur als Tipp, liegt es daran das „Killerspiele“, Pornos und Gewalt im Fernsehen nicht der Grund sind der zu so genannten dissozialen Persönlichkeitsstörungen führt – schon mal daran gedacht? Wie gesagt das einzige was mich von meinem Background her von Amokläufern unterscheidet ist das Umfeld das auf mich wirkte. Leider lässt sich so ein Umfeld nicht so leicht verbieten und indizieren wie ein Spiel oder ein Film. Daher wählt die Politik konsequenter weise den leichtesten, billigsten und nutzlosesten Weg. Deshalb meint man mir vorschreiben zu dürfen was ich, und meine Kinder sehen, hören und lesen dürfen. Vernünftiger währe es einen Elternführerschein auszustellen damit nur Menschen mit nachgewiesener Befähigung Kinder in die Welt setzen dürfen. Das ist doch mal ein Plan meine Damen und Herren Politiker ein Nachweis für die Befähigung ein Kind richtig zu erziehen. Warum ist das eigentlich noch keinem eingefallen? In Dtl. braucht man doch normalerweise sogar zum scheißen einen Befähigungsnachweis, warum dann nicht für das wichtigste überhaupt – den Fortbestand der Art und der Gesellschaft? Mal ganz im Ernst, meine Damen und Herren Politiker gebt mehr Geld für eine bessere Familienpolitik aus, kümmert euch um Perspektiven für die Jugend und vor allem: BRINGT DAS BILDUNGSSYSTEM AUF FORDERMAN anstatt alberne Gesetze zu erlassen und diese dann weiter zu verschärfen und sie damit nur noch alberner zu machen und die Überwachung der Bürger zu optimieren. Ich glaub, über alberne Gesetze schreib ich mal auch ’nen extra Artikel. In diesem Sinne: „Der Klügere gibt nach – Eine traurige Wahrheit: sie begründet die Weltherrschaft der Dummen.“ (Marie von Ebner-Eschenbach)

Links zu weiteren Artikeln zu dem Thema:
Killerspiele Index

Killerspiele roundup

Amoklauf

Jugendschutz

Jugendschutz im Internet

Advertisements

2 Antworten

  1. Absolut korrekt diese Statement. Du sprichst es aus und das ist eine sehr wichtige Aktion in unserer Verpisser-Welt. Mehr von deiner Sorte. Solidarität. Das nenne ich:

    „GERADE MACHEN“ gegen Diskrimminierung von Kunst.
    Vielen Dank

  2. „und würde trotzdem nie denken Kinder könnten Sex mögen…“ Ich oute mich hier als Knabe, der schon mit 5 angefangen hat Sex zu mögen. Trotzdem ist kein Pädophiler oder Sexualverbrecher aus mir geworden. Allerdings ist mir bis heute schleiehaft, wieso Erwachsene so genau wissen, was Kinder mögen!

Comments are closed.

%d Bloggern gefällt das: