Die liebe Bildung


Es ist schon Putzig, wenn es um die Bildung geht, wie einfach alles ausgeblendet wird was sinnvoll und nützlich ist und wie anscheinend niedere Instinkte die Kontrolle übernehmen. Da passt es einem Anwalt nicht das seine Kinder 2 Jahre länger mit dem gemeinen Fussvolk zur Schule gehen sollen, siehe Artikel. Witzig ist vor allem das es mal wieder nicht um Inhalte geht, nein, diesmal scheint es eine rein quantitative Diskussion zu sein. Gut, ich verstehe das der hochwohlgeborene Nachwuchs eines Anwalts nicht zu viel mit dem gemeinen Volksnachwuchs in Berührung kommen darf sonst könnte der Anwaltsnachwuchs auf die Idee kommen nicht besser als der Rest zu sein, vom Wert der Person versteht sich.
Mich als Vater würde ja viel mehr aufregen das unsere Kinder in der Schule nix brauchbares mehr lernen und zwar durch alle Stufen, Gesellschaftsschichten und flächendeckend in ganz Dtl. Dieses Bewustsein scheint vielen völlig zu fehlen. Aus dem Artikel geht widermal hervor das ein enormer Wert auf Sprachen gelegt wird. Ich frag mich, wozu brauchen unsere Kinder zwei bis drei oder gar vier Fremdsprachen wenn sie nicht mal auf Deutsch was sinnvolles zu sagen haben? Oder bezogen auf den Artikel: wozu braucht ein Schüler eine altsprachliche Ausbildung um Texte der Antike im Original lesen zu können? Erstens interessiert das keinen Schüler, damit wollen nur Eltern angeben. Zweitens was soll das? Mathematik und Physik, ja auch Technik (ein Fach das es an allgemeinbildenden Schulen nicht gibt) braucht man Heute zum überleben deutlich dringender als altgriechisch!
Der Schwerpunkt unserer Schulpolitik bewegt sich immer mehr weg von Naturwissenschaften, hin zu schöngeistigen Themen wie „…wie fühlt es sich an barfuss über eine Wiese zu laufen…“. Kein Wunder das unsere Kinder im Naturwissenschaftlich angehauchten Pisatest immer wieder abkacken! Allerdings geb ich zu das ich Herrn Scheuerl auch irgendwie verstehen kann. Es ist auch aus meiner Sicht ein Problem wenn leistungsstarke Schüler mit leistungsschwachen Schülern zusammen lernen müssen. Eigentlich ist es für beide seiten unfair, die starken auf das Niveau der schwachen zu limitieren oder die schwachen ständig damit zu frusten sie an den Leistungen der starken zu messen. Sinnvoll wäre es die starken Schüler und die schwachen in Klassen zusammenzufassen, es muß ja nicht gleich eine andere Schule sein. Dann hat man eine gewisse Trennung ohne gleich eine andere Welt zu schaffen. Prüfungen könnte man nach Leistungsklassen aufbauen. In jedem Schuljahr werden die Klassen neu zusammengestellt. Dann gibt es zum normalen Schulabschluß noch einen Leistungsindex der eine differenzierte Bewertung möglich macht. Das sollte dann auch die Lehrer freuen, in deren Alltag etwas Abwechslung kommt. Anspruchsvoller Unterricht in den leistungsstarken Klassen und Alltagsunterricht in den schwächeren Klassen. Auch die Schüler hätten ihren Nutzen davon, sie könnten weiter mit ihren Kameraden zur Schule gehen und hätten einen Ansporn sich zu verbessern um in eine stärkere Klasse zu kommen. Drei Leistungsklassen sollten eigentlich ausreichend sein. Das könnte dann so aussehen: In den Klassen 0-3 gibt es keine Unterscheidung. Ab der 4. Klasse werden Klassen von starken, normalen und schwachen Schülern zusammengestellt. Am Ende jedes Schuljahres werden die Schüler von den Lehrern neu bewertet und die Klassen neu zusammengestellt. Generell sollte man das Schulsystem mal wieder etwas straffen: mehr Naturwissenschaften, Fächer wie Musik und Kunst fakultativ, sinnvolle Gewichtung zwischen Sprachen und anderen Fächern. Den Lehrern sollte man Möglichkeiten an die Hand geben für Disziplin zu sorgen, wie auch immer man das macht!?
PS.: Ja ich weiß meine Rechtschreibung ist schrecklich aber was man in früher Kindheit versaut hat kann man später nur schwer korregieren. Mir hätte ein Schulsystem wie das von mir vorgeschlagene wahrscheinlich einiges gebracht.

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