Archive for Oktober 2008

Das schönste was ich je hören durfte
Freitag, 31 Oktober, 2008

Es ist jetzt in etwa zwei Jahre her, ich hatte grade ein Projekt in München und wartete morgens auf die U-Bahn. Es war sehr still auf der Station, außer mir nur noch ein paar ältere Damen die mit dem Rücken zu mir auf dem Bahnsteig warteten. Eine der bieden Damen erzählte vom Tod ihres Mannes. Sie erzählte von den letzten Minuten bevor er für immer die Augen schloss, sie erzählte wie Sie seine Hand hielt und Ihm von ihrem gemeinsamen Leben erzählte. Wie sich die Beiden kennengelernt hatten, wie sie heirateten und wie sie ihre Kinder großzogen. Sie erzählte weiter wie ihr Mann dabei eingeschlafen ist und wie sie Ihm einen letzten Kuss gab. Welch unglaubliches Glück ein Mensch hat der so sterben darf, in den letzten Minuten noch mit so viel Liebe bedacht zu werden. Und nicht einfach anonym und allein, umgeben von Menschen denen man im Leben nichts bedeutet hat, die einen nicht kennen, sterben zu müssen. Ich beneide diesen Mann, wenngleich ich ihn auch nicht kannte. Warum ich das grade jetzt hier rein tippe? Weil mir dieser Tage wieder vor Augen geführt wird das wohl das Ende meines Lebens nicht so von statten gehen wird. Bisher war ich felsenfest davon überzeugt eine Frau gefunden zu haben mit der das möglich wäre aber momentan kann ich nur hoffen. Ich habe in den vergangenen Jahren in denen ich mit ihr zusammen war nie aufgehört Sie zu lieben und mein möglichstes getan all Ihre Wünsche zu erfüllen, ich habe Sie immer respektiert, ihre Meinung geschätzt und Ihr ihre Freiheit gelassen. Leider scheint das alles nicht gereicht zu haben…

Der Deutsche Fernsehpreis…
Dienstag, 14 Oktober, 2008

Wo der Mann Recht hat, hat er Recht! Jeder wird die Rede von Marcel Reich-Ranicki zum Deutschen Fernsehpreis mitbekommen haben. Ich kann dazu nur sagen Bravo! Endlich sagt mal einer was Sache ist. Fakt ist doch, das Fernsehen produziert heutzutage hauptsächlich banalen, belanglosen und oberflächlichen Mist. Da gibt es die Nachmittagstalkshows die so wirken als würde einem ein Mixer ins Hirn gehalten. Oder die Soaps alla GZSZ und neuerdings die Telenovelas die eigentlich das Selbe, nur unter einem anderen Namen, sind. Dann gibt es da noch die zahlreichen Promishows wo wir alle gnädig dabei zusehen dürfen wie ein paar „Promis“ das machen wovon wir alle schon mal geträumt haben – mit einem Wok die Bobbahn runterfezen, oder ein Demolition Derby fahren und und und. Würde man als Normalmensch sowas versuchen wäre man wahrscheinlich schneller im Knast als man seinen Namen schreiben kann aber Promis sind ja was besseres und dürfen daher sowas. Nicht zu vergessen die ganzen „Doku-Soaps“ die uns weißmachen wollen das dort nichts gestellt ist und wir das reale Leben anderer Menschen sehen können. Und zu guter letzt wären da noch die Casingshows die natürlich keiner, schon vorher festgelegten, dramaturgie folgen…
Wertvolle Sendungen, dagegen sind dünn gesäht. Zwar heuchelt uns das Fernsehen vor auch was für unsere Bildung zu tun und verunreinigt mit Sendungen wie Galileo den Äther aber das sind Mogelpackungen. Schlecht recherchiert, billig hergestellt und reißerisch aufgemacht. Dann dürfen wir uns noch jedes Jahr wieder ansehen wie sich die TV-„Stars“ selbst beweihräuchern und sich gegenseitig solange Preise überreichen bis jeder mindestens einen hat. Man sollte eine Sammleklage wegen Körperverletzung gegen die TV-Industrie anstrengen denn langsam fängt es an physische Schmerzen zu verursachen. Wenn sich alle immer wundern warum Jugendliche gewaltätig werden sollte man vielleicht mal untersuchen wie sehr Verblödung durch das Fernsehen dazu beiträgt Jugendliche durchdrehen zu lassen.

My Galileo Wissenspreis Teil 2
Freitag, 10 Oktober, 2008

Ich war gestern Abend ja wieder fleißig am erfinden. Etwas, das Menschen verbindet soll es für den diesjährigen Galileo Wissenspreis sein. Gestern habe ich ja das Schnurlosdosentelefon erfunden, die Resonanz seitens der Indutrie war riesig! Ich stehe bereits in Verhandlungen mit verschiedenen Endgeräteherstellern. Angespornt von dem großen Erfolg meiner ersten Erfindung habe ich gestern Abend nochmal richtig losgelegt. Ich habe das Thema quasi wörtlich genommen und zwei Menschen miteinander verbunden. Ich werde heute etwas näher auf den Entwicklungsprozess eingehen. Alles fing so an: Ich saß gestern Abend vorm Fernseher und habe wie immer Galileo geguckt, dabei bin ich wie immer eingepennt. Kurz darauf als ich wieder aufwachte, lief Popstars, als ich das sah bekam ich einen psychotischen Anfall und bin in Unterhose durch die Stadt geirrt. Am Hauptbahnhof wurde ich dann von einer sehr freundlichen Frau angesprochen, sie wollte mit mir irgendwohin gehen und brabbelte etwas von Oral 50€, Anal 75€, Perversitäten würde sie nicht machen sagte sie. Ok, ich wurde die Alte irgendwie nicht richtig los da hab ich ihr gesagt, die Kohle bekommt sie in meiner Wohnung. Als wir dort angekommen waren, hab ich ihr erstmal was zum Entspannen gegeben. Das hat sie auch gern angenommen aber irgendwie wollte sie ständig an meine Hose. Ich hatte echt Mühe sie davon fernzuhalten. Darum gab ich einfach alle meine Vorräte, was man nicht alles für die Wissenschaft tut. Wie die Alte also am kiffen war, bastelte ich derweil ein paar elektronische Schaltungen, die in meinem „Elektronik für Dummies“ Buch abgedruckt sind. Zwischenzeitlich war die Alte vom Bahnhof eingepennt, keine Ahnung wieso, ich mache hochwissenschaftliche Dinge und die pennt! Nunja ich dachte mir, wenn die grade eh schläft, komm ich vielleicht ohne Narkose aus und hab ihr erstmal ein lustiges Viereck in die Stirn gerizt. Allerdings ist sie davon aufgewacht und ich mußte zu, sagen wir mal, durchschlagenderen Mitteln greifen. Hier ein kleines Bild meiner High Tech Narkose Maschine:
Gut das hat sie dann überzeugt still zu halten und keinen Aufstand mehr zu machen. Danach ging alles recht schnell. Ich musste nur mit meinem Dremel ein Loch bohren und etwas von der Schädeldecke mittels einer Kombizange rausbrechen, geht eigentlich ganz einfach. Danach habe ich meine elektronischen Bauteile durch das Loch gefummelt und den Kopf ein paar mal kräftig durchgeschüttelt. Dann habe ich noch die Verbindungsbuchse eingesetzt und das ganze vernäht. Einige Probleme bereitete mir der Neustart des Systems, das hab ich aber mit Hilfe des Stromkabels meiner Nachttischlampe hinbekommen. Ok die Bahnhofsfrau qualmte etwas aber das hat sie vorher ja auch ununterbrochen getan, also kein Grund zur Sorge. Auf jeden Fall war ich sehr froh als plötzlich die grüne Statusleuchte an ging und das System bootete. Da fiel mir auf, dass ich ja gar nichts hatte, womit ich die Tante nun verbinden konnte. Hmm also nochmal Narkose und ab zum Bahnhof, dort musste ich nicht lange suchen und schon hatte ich ein zweites Testobjekt und außerdem hab ich mir gleich noch neue Beruhigungsmittel besorgt. Als wir dann bei mir ankamen, hat sie bisschen komisch geguckt als sie Testobjekt 1 sah, aber ich hatte meine Narkosemaschine schon bei der Hand, also kein Problem. Ein bisschen gebastel später konnte ich dann auch Testobjekt 2 starten, alles lief wunderbar! Aber als ich die beiden Testobjekte verbunden hatte, lief irgendwas falsch. Die beiden, eh nicht die Intelligentesten, begannen mit geometrischer Geschwindigkeit zu verblöden. Bereits nach 2 Minuten schlug die eine vor, dass man einen Untersuchungsausschuss gründen sollte, der den Zusammenhang von CO2-Ausstoß und dem Temperaturanstieg der letzten hundert Jahre untersuchen soll. Daraufhin empfahl die andere, einige tausend Arbeitnehmer zu entlassen um den Berufsverkehr zu vermindern. Was die Erste widerum zu dem Schluß brachte, dass die beiden einen Arbeitskreis zur Effizienzsteigerung gründen sollten um danach ein Lessons Lerned zu veranstalten, das als Teambildende Maßnahme ausgelegt sein soll und Eventcharackter haben sollte. Daraufhin entschlossen sich beide mich zu managen und haben als erstes meinen Arbeitsplatz nach Weißrussland verlagert, als sich dann allerdings herausstellte, dass von dort keine Ergebnisse kommen, haben die beiden die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Weißrussland beendet und meinen Arbeitsplatz nach Indien verlagert und erstmal 10 Inder eingeladen die mir bei meiner Arbeit über die Schulter schauen sollten. Dann ist glücklicherweise Testobjekt 2 durchgebrannt und Testobjekt 1 ist abgestürzt. Ich hab mich dann erstmal um Testobjekt 2 gekümmert. Testobjekt 1 habe ich erstmal in meiner Tiefkühltruhe gelagert, ich bin sehr enttäuscht das mein Human Net nicht funktioniert hat, dafür habe ich jetzt aber Human Mett. Naja Rückschläge gibts immer wieder. Bis die Tage denn.

My Galileo Wissenspreis
Donnerstag, 9 Oktober, 2008

Ich hab‘ gestern mal wieder Galileo geschaut, toll die 7 außergewöhnlichsten Restaurants der Welt, yeah! Jetzt weiß ich wo ich überall albern aber teuer Essen gehen kann, toll.  Aber dann kam es, Galileo richtet wieder den Galileo Wissenspreis aus. Da hab ich mir gedacht da mach ich mit! Das Thema diesmal ist: erfinde etwas das Menschen verbindet. Gut, hab ich mir gedacht das bekomm ich hin also hab ich mich gestern schon mal an das erfinden gemacht. Ich habe mir vorgenommen mit meinen Erfindungen in ungefähr die Leistungsklasse einer Galileosendung zu erreichen also werde ich wahrscheinlich keinen Quantenteleporter erfinden, braucht ja eh keiner! Aber seht selbst… Als erstes habe ich mich der Telekommunkation angenommen und ein legacy Kommunikationssystem auf Basis mechanischer Wellen in die Moderne überführt, ich rede hier vom guten alten Dosentelefon von dem ich eine Schnurlosvariante erfunden habe. Die Vorteile des Systems liegen auf der Hand: Es braucht keinen Strom und ist somit weitestgehend CO2 neutral. Das System braucht außerdem keinen Provider, es ist also kostenlos verwendbar! Das System funktioniert immer und unter allen Bedingungen. Als Kritikpunkt ist die noch extrem begrenzte Reichweite zu nennen, ein Problem das aber mit etwas Forschungsaufwand gelöst werden kann. Ich bin mir sicher, wenn ich einen geeigneten Partner finde kann meine Erfindung den Telekommunikationsmarkt binnen kuzer Zeit revolutioniren. Man könnte das System z.B. als Low Cost Telekommunikationslösung in Afrika einführen. Bei einem Gerätepreis von derzeit knapp 5€, je nach verwendeter Dose (Fruchtsalat, Hünersuppe, Annanasscheiben), wird sich das System wohl sehr schnell durchsetzen.

Minister mit Verstand?
Mittwoch, 8 Oktober, 2008

Verdammt, das ist mir doch eine „Eilmeldung“ wert! Unser Finanzminister will wegen der Finanzkrise vorschlagen das Manager, für den Mist den sie verzapfen, auch Privat zur Rechenschaft gezogen werden sollen. Ich weiß nicht wie es euch geht aber das ist doch mal ein Plan! Bisher läuft es doch so: Manager wittert das große Geld, strukturiert das Unternehmen um, Menschen verlieren ihren Job, Nix funzt mehr, Manager erhält Millionen, Unternehmen wird gekauft, Manager erhält noch mehr Geld. Die Verlierer sind dabei regelmäßig die loyalen Angestellten des Unternehmens, die zwar einen guten Job machen aber das Pech haben den Lebensunterhalt in Deutschland bestreiten zu müssen. Und die darum von den Manageridioten durch billige Arbeitskräfte im Ausland ersetzt werden. Also alles in allem ein guter Weg den unser Finanzminister da einschlagen will. Ich schlage vor die Privathaftung generell für alle Manager ab einer bestimmten Gehaltsklasse einzuführen. Bisher war es ja eher so das unsere Manager sich zwar die Millionen einstecken und das mit ihrer großen Verantwortung, der sie in keiner Weise gerecht werden, rechtfertigen aber wenn es vor die Wand fährt haftet letztlich der Staat und somit der Steuerzahler. Nichts dagegen das jemand der einen super Job macht auch gut verdient aber dann brauchen wir auch andere Metriken! Der Erfolg sollte daran gemessen werden wieviele Arbeitsplätze geschaffen werden und wenn dann noch ein größerer Gewinn anfällt, dann hat ein Manager sein Geld auch verdient! In diesem Sinne gucken wir fröhlich weiter zu wie die Finanzmärkte Domino spielen. Bis die Tage.