Mach klar den Kopf, das Hirn mach frei


Wie versprochen, oder angedroht widme ich diesem Kommentar einen eigenen Post. Der Einfachheit halber, hier nochmal der Kommentar von „Jugendschützer“:

Als Killerspiel bezeichnet man Computerspiele, die junge Menschen gründlich auf ihren letzten Tag an der Schule vorbereiten sollen. Das Genre umfasst insbesondere solche Spiele, deren Ziel darin besteht, den Spieler nicht völlig zu langweilen. Da es sich um realistische Mordsimulationen handelt, die im Auftrag des Einen sowie von einer skrupellosen, antichristlichen Industrie auf den Markt gebracht werden, um Kinder und Jugendliche im Umgang mit präzisen Schusswaffen zu trainieren, liegt hier eindeutig ein Verstoß gegen das staatliche Monopol auf Verrohung der Jugend vor.

Ich mag solche Kommentare, zeigen sie mir doch das einige Leute mit einem Weltbild durch die Gegend rennen das man 24h am Tag mit dem Kopf gegen die Wand hauen möchte. Ich gebe zu das „Jugendschützer“ einen coolen Schreibstil hat aber das wars dann auch schon.
Wieso bitte bereiten „Killerspiele“ einen auf den letzten Tag an der Schule vor? Klar, ich weiß das hier der Tag des „Amoklaufes“ gemeint ist, aber wo bitte ist die Korrelation zwischen Computerspiel und Amoklauf? Nur weil einige wichtigtuerische Psychologen die verfehlte Wahl ihres Studienfachs mit irgendwelchen Horrorszenarien zu rechtfertigen versuchen, müßen sie lange noch nicht Recht haben. Bei konsequenter Anwendung der selben Metrik nach der Computerspiele zu Amokläufen führen müßte man auch beispielsweise das Atmen, Essen und das Kleidung tragen verbieten. Denn 100% aller Amokläufer Atmen, Essen und tragen Kleidung. Merkwürdig das dort keiner einen Zusammenhang sieht! Ich behandle das Thema bereits in diesem Artikel. Das sogenannte Killerspiele versuchen zu unterhalten ist nicht zu bestreiten. Nur sind eben die wenigsten Mitglider der Zielgruppe derartiger Spiele durch Ponnystreicheln zu unterhalten und auch dem Fluffybärchen den Honig wiederzubeschaffen langweilt die Zielgruppe doch enorm. Damit wäre ich beim springenden Punkt, nämlich der Zielgruppe. Nur weil es sich hier um Spiele handelt heißt das nicht das sie für 5 Jährige gemacht sind. Solche Spiele werden für erwachsene Menschen gemacht und was das angeht sind weder Zensur noch Verbreitungsverbote in irgendeiner Form zu rechtfertigen!
Ein paar Worte zum Thema realistische Mordsimulation, ja und? Wenn ein erwachsener Mensch das Morden simulieren will, warum nicht! Er sollte es nicht in die Realität umsetzen aber das ist jedem normalen erwachsenen Menschen eh‘ klar und die jenigen, denen das nicht klar ist, werden auch nicht vom Morden abgehalten wenn wir nur noch Spiele a la „die lustigen kleinen Elfen im Glücksbärchiland“ spielen dürfen.
Wer „der Eine“ sein soll kann ich mir leider nicht erklären aber wären Mordsimulationen von einer christlichen Idustrie besser als die einer antichristlichen Idustrie? Ganz ehrlich, irgendwelche Religionsscheiße hat in dieser Diskussion nichts verloren! Andernfalls wäre ich gezwungen auf die abermillionen Toten, welche durch Religionen verursacht wurden hinzuweisen. Glaub mir „Jugendschützer“ auf dieses dünne Eis willst Du nicht!
Also geh ich über den religiösen Ausbruch hinweg und frage:
Erstens, wieso Kinder und Jugendliche? Diese Spiele sind für Erwachsene gemacht und diese haben jedes Recht nicht durch irgendeine Art von Zensur oder Verbreitungsverbot bevormundet zu werden!
Zweitens, welche Schußwaffen? Deutschland ist was das angeht demilitarisiert! Hierzulande bekommt man nicht mal ein popeliges Butterfly Messer mehr, als ob man mit einem Brotmesser keinen umbringen könnte!
Bleibt mir noch der letzte Punkt und zu gleich ein Fazit. Der Staat hat kein Monopol auf Verrohung, dies haben nur Eltern und diese nutzen es leider exzessiv aus. Da wird der Junjor lieber vorm Fernseher geparkt als sich mit dem Nachwuchs zu beschäftigen. Da ist es kein Wunder das Menschen einen respektvollen Umgang miteinander verlernen. Nicht Spiele oder Waffen sind dran Schuld das regelmäßig Schüler austicken! Die Jugend ist gefangen in einem Netz aus Leistungsdruck und menschlicher Kälte. Kein Verbreitungsverbot dieser Welt wird daran etwas ändern! Damit werden den Jugendlichen nur die Ventile genommen, wo kann man denn heutzutage noch Aggressionen abbauen? In den Wald gehen und einen Baum fällen? Na viel spass mit den Umweltschützern!
Was bei Zensur und Verbreitungsverboten immer auf der Strecke bleibt sind Individualität und Freiheit, die Freiheit sich selbst ein Bild zu machen. Nicht jeder findet das zerteilen von Pixelhaufen die einem Menschen leidlich ähnlich sehen anstößig und wer es nicht sehen will muß derartige Spiele ja nicht kaufen. Nur die Jugendschützer kehren wieder den Oberlehrer raus! Ihr müßt den denkenden Menschen nicht euren Willen unter dem Deckmantel des Jugendschutzes aufzwingen. Hat schon mal einer von euch darüber nachgedacht warum Amokläufer nie aus Familien der Unterschicht kommen? Immer sind es Kinder des gutbehüteten Mittelstandes…

Denkt mal drüber nach!

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