Archive for the ‘Misanthropische Momente’ Category

Das idyllische Vorstadtleben an einem Samstag Nachmittag
Samstag, 28 April, 2007

17:00 Es ist schönes Wetter, Frauchen liest und ich dachte ich schreibe mal meine Eindrücke aus unserer, wie es im Neudeutsch so schön heißt, Hood. Bei unseren Nachbarn steht wieder das alberne, kleine, aufblasbare Planschbecken im Garten. Ein sicheres Zeichen dafür, dass die Tochter unserer Nachbarn mit ihrem Sohn zu Gast ist. Ich fragte mich heut Morgen schon warum ich das Gefühl hatte, in der Nähe des Oregon Vortex zu sein, jetzt weiß ich es. Gravimetrische Verzerrungen werden gemeinhin von großen Massen verursacht, so ist es auch hier. Die Tochter unserer Nachbarn wiegt geschätzte 210 kg und hat mindestens genau so viele Probleme wie Kilos. Wir haben uns also erwartungsvoll auf unsere Terasse gesetzt um die neuesten Beziehungsgeschichten zu hören, bis jetzt ist das aber eine herbe Enttäuschung. Normalerweise stehen um diese Zeit ihre Scheidungspläne auf der Tagesordnung, direkt gefolgt von ihrem Wunsch bei ihren Eltern einzuziehen. Heute scheint das entweder noch zu kommen oder es ist schon vorbei, schade! <br />Der Grill will mal wieder überhaupt nicht an gehen, dummes Ding! Naja dann mach ich eben mal wieder meine Napalm-Spezial Mischung. Währenddessen wickeln unsere Nachbarn ihren Enkel, wie immer auf der Terasse. Das führt bei ungünstigen Windverhältnissen dazu, dass wir uns auch ein Bild vom Windelinhalt des kleinen Rackers erriechen können. Besonders schön finde ich auch die lobenden Worte unserer Nachbarin über das Geschäft ihres Enkels: „Ja gucke mal, was für ein feines Scheißerchen du gemacht hast“. Es fehlt eigentlich nur noch, dass sie den Windelinhalt noch bildlicher beschreibt. Erwähnte ich, dass wir grade grillen wollten? Die Nachbarn von gegenüber müssen hellseherische Fähigkeiten haben, der Rasenmäher geht an und beschützt uns vor weiteren Eindrücken über die Fäkalien unseres Nachbarsenkels. Die Nachbarn 2 Häuser weiter waschen mal wieder auf der Straße vorm Haus die Steine ihres Gartenteiches, wie jedes Wochenende. Erwarten die Gold zu finden? Anders kann ich mir dieses Verhalten jedenfalls nicht erklären. Es sei denn die Goldfische im Teich sind Polyallergiker und brauchen ein klinisch reines Umfeld um überleben zu können. Irgendwie ist unser Grill krass drauf, die Holzkohle explodiert und schießt kleine glühende Splitter auf mich, mein Frauchen, den Tisch und den Laptop … jetzt hat er ein Brandloch. Es gibt unter Anderem „Bruzzler Grillschnecken“. Ich frage mich warum man Würstchen in eine Form bringt die in fertiger Form an ein Häufchen Kacke erinnert, vielleicht ja nur weil unsere Nachbarin vorhin so bilhaft davon erzählt hat. Unsere Nachbarn sind inzwischen zum Essen zusammengekommen und ihre Tochter hat sofort Level 3 erreicht. Es geht um ihr verkorkstes Privatleben und um ihren (Ex)Mann, der kleine hat schon wieder in die Hose geschissen, wieviel geben die dem zu essen? Ich wunderte mich schon, was hier die ganze Zeit so müffelt. Oma freut sich darüber, dass sich der kleine in die Hose geschissen hat. „… schöner Stinker …“. Inzwischen naht Level 4 der Familienidylle, der Sohn (noch zuhause wohnend) hat seine neue Freundin zum Essen abgeholt. Also wird gleich das übliche Kennenlernverhör losgehen, ich freu mich schon auf alle Details über Privatleben. Der Herr des Hauses  hat eine  sehr direkte Art. (Grade erfährt die neue Freundin dass der Neffe ihres Stechers, Ruven (wie kann man ein Kind nur Ruven nennen), ein hyperintelligentes Kind ist.)  Zurück zum Verhör: Wenn ich lange genug zuhöre, erfahre ich bestimmt noch was sie beim Ficken ruft wenn sie kommt und ob sie Orgasmen vortäuscht oder nicht. Heute haben wir offensichtlich schon regen Bierkonsum hinter uns, unser Nachbar ist jetzt schon bei Fußballstammtischparolen. Es geht grade um Klose und Podolski. Diesen Level hatte ich erst für 22 Uhr erwartet und es ist grade mal 19:20. Ich fühle mich langsam genötigt die Terrasse zu verlassen. Die Jungs von  den Teichnachbarn spielen auf der Straße, mich wundert warum die Mutter nicht ständig, wie sie es sonst tut, hinter den Jungs her rennt und versucht sie zur Vernunft zu bringen. Als ob man spielenden Vorschulkindern rationales Handeln vermitteln könnte. Wie es doch „Bullet Tooth Tony“ in „Snatch“ so schön sagte: „Man sollte nie unterschätzen wie berechenbar Beschränktheit ist …“. Die Mama läuft jetzt wieder wie ein Hund hinter den Jungs her und mahnt sie zur Vorsicht. Ich habs gewusst! Ich geh jetzt rein und entziehe mich dem ganzen Irrenhaus.

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Spass mit den Verkehrsbetrieben
Donnerstag, 19 April, 2007

…Bahnhof? Umsteigen!?… Dachte ich mir heut morgen als ich an der Bushaltestelle sitzend zusah, wie mein Bus gutgelaunt an mir vorbeifährt, ohne anzuhalten. Ich überleg noch kurz, ob ich vielleicht wieder vor mich hin geträumt hab und einfach vergessen hab einzusteigen, aber dem war nicht so. Also bleib ich hier halt noch eine halbe Stunde sitzen, ich hab ja nichts Besseres zu tun als an der bescheuerten Bushaltestelle rumzusitzen. Ich hatte echt Glück, dass mich wenigstens der folgende Bus mitgenommen hat, hätte er nämlich fast auch nicht getan. Hier im Büro angekommen, sah ich mich also gezwungen folgende Mail an die Verkehrsbetriebe Stuttgart zu verfassen:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

mit diesem Schreiben möchte ich mich über etwaige, mir nicht bekannte Verhaltensregeln für Fahrgäste an Bushaltestellen im Raum Stuttgart erkundigen. Mir ist heute Morgen offensichtlich ein, aus meiner Sicht, folgenschwerer Fehler unterlaufen. Insbesondere geht es mir um Verhaltensweisen, Gesten und Rituale welche einem Busfahrer zweifelsfrei den Wunsch mitgenommen zu werden signalisieren. Ich bin heute Morgen dem Irrglauben aufgesessen, dass meine bloße Anwesenheit an einer Bushaltestelle meinem Wunsch mitgenommen zu werden hinreichend signalisieren würde. Damit mir das nicht noch einmal passiert bitte ich Sie höflichst, mir über die Rituale die ich aufführen muss, um einen Busfahrer zum anhalten zu beschwören, Auskunft zu erteilen. Ich bin gern bereit, mir komplexe Bewegungsabläufe und / oder Beschwörungsformeln anzueignen. Falls technische Einrichtungen notwendig sind um den Haltewunsch mitzuteilen, bin ich ebenfalls gern bereit mir diese, bis zu einem Anschaffungswert von 10000€ und/oder einem Gewicht von 100kg, anzuschaffen und deren Handhabung fachgerecht zu erlernen. Derzeit gehe ich davon aus, dass die effektivste Möglichkeit meinen Haltewunsch unmissverständlich an den Fahrer mitzuteilen, sogenannte Nagelbänder oder Reifentöter, wie die Polizei sie auch verwendet, sind. Diese kann ich dann im richtigen Moment über die Straße werfen. Es könnte allerdings sein, dass ich einen kleinen Fußweg bis zur endgültigen Halteposition des Busses aufgrund dessen Trägheit hinnehmen muss. Ich bin momentan wegen eines Knieleidens gezwungen an Gehstützen (umgangssprachlich Krücken) zu gehen. Die Zeit, die ich bis zur endgültigen Halteposition des Busses benötige, kann vom Fahrer aber eigentlich gut genutzt werden um auf den Bus (je nach Modell) 6 bis 10 neue Reifen aufzuziehen, was mit Sicherheit keinen nennenswerten Aufwand darstellen kann. Eine weitere effektive Möglichkeit könnte darin bestehen, den Bus mit einem gezielten Schuss auf den Motor oder die Antriebsachse, aus einem Hohlladungsprojektilwerfer (umgangssprachlich Panzerfaust) zum stehen zu bringen. Allerdings müsste ich dafür wissen, welches bei Gelenkbussen die Antriebsachse ist. Der Aufwand den explodierten Bus wieder zusammenzusetzen ist sicher auch nicht nennenswert. Von dieser Möglichkeit möchte ich allerdings auf Grund der erheblichen Lärmbelästigung bei der Detonation des Projektils absehen, zudem ist es schwer in Deutschland an solche, dem Kriegswaffenkontrollgesetz unterliegenden Gerätschaften, zu kommen. Weitere effektive Möglichkeiten einen Bus aus voller Fahrt anzuhalten fallen mir im Moment leider nicht ein. Vielleicht können Sie mir diesbezüglich mit gutem Rat zur Seite stehen.

 

Mit freundlichen Grüßen“

 

Mal sehen was dabei rauskommt … hihi.

Warum ich Montage hasse II
Mittwoch, 18 April, 2007

… 9:30 am Bahnhof angekommen, es ist doch schon der nächste Zug geworden. Ich steh am Fahrkartenschalter und sage gut gelaunt: „Ich möchte bitte mit dem nächsten Zug von hier nach Stuttgart fahren, ich möchte dies in der zweiten Klasse tun“. Währenddessen krame ich meine Bahncard raus, „und ich möchte eine Platzreservierung“. Er sieht mich kurz an, tippert etwas in seinen Rechner und sagt dann: „Da müssen Sie aber in Frankfurt umsteigen“. „Ja ich weiß.“ sage ich. Er fragt: „Eine Reservierung für die gesamte Strecke?“ Nein, ich wollte von Hannover bis Frankfurt stehen, denke ich und sage: „Ja natürlich!“ Er tippert wieder etwas in seinen Rechner und sagt: „Da muss ich eine Comfortreservierung machen. Ja mach halt, denk ich mir und schweige ihn an. Er guckt nur zurück. Ich sage höflich „Sollten Sie dann nicht dort anrufen?“ Er hat also auf mein OK gewartet. Etwas Gelaber mit mit dem Telefon, später fragt er mich: „Wo wollen Sie denn sitzen?“ Ich sage: „Oh, am Fenster wäre schön und bitte ein Platz wo mir keiner gegenübersitzt.“ Ein wenig blah blah später halte ich auch schon meine Fahrkarte in der Hand. Jetzt noch fix zum Zug geflitzt. Ich sitze im Wagen 6 Platz 65. Ich laufe also mit der typischen Kopfhaltung eines Platzkarteninhabers durch den Wagen, Platz 65 gefunden mein Kopf senkt sich und natürlich… ich sitze am Gang und am Tisch, welch Wunder, dass es wenigstens Nichtraucherbereich ist. Warum fragen die eigentlich, wenn die einem dann eh nicht zuhören? Ich hab mich grade hingesetzt sticht mir ein Platz, nur zwei Reihen weiter, ins Auge. Er ist nicht Reserviert, zwar auch am Gang aber nicht am Tisch. Also kein lästiges Gegenüber, das einem ständig seine Füße entgegenstreckt. Ich gehe also zu dem Platz und frage höflich, ob ich mich setzten darf. Die Frau auf dem Nachbarsitz bejaht das recht freundlich und ich nehme Platz. Auf Höhe Göttingen wird es neben mir unruhig. Meine Sitznachbarin versucht ihren Sitz recht erfolglos aufzurichten. Ich erkläre ihr kurz den ach so komplizierten Mechanismus … fragende Blicke. Ich demonstriere ihr den Mechanismus. Ihr Blick verrät dass sie begriffen hat. Sie greift nach dem Hebelchen zur Sitzarretierung, natürlich dasselbe das ich grade benutzt hab! Ich sage: „Das ist der Hebel für meinen Sitz, der Hebel für Ihren Sitz ist auf der anderen Seite“ … fragende Blicke. Ich denk mir, blöde Kuh, zu dämlich ihren Sitz zu verstellen und ich hab den Fehler gemacht, ihr helfen zu wollen. Ich zeige auf die andere Seite ihres Sitzes. Sie hat’s endlich kapiert. Sie flötet mich an: „Haben Sie eine Allergie oder eine Erkältung?“ Ich denk was geht dich das an blöde Kuh und sage: „Wahrscheinlich beides!“ Sie flötet zurück: „Das ist aber nicht gut“. Mir doch egal, denk ich mir und dreh mich weg. Sie fragt noch mal: „Wie weit fahren Sie?“ Ich sage diplomatisch: „200 km und keinen Meter mehr!“ Sie guckt
mich verwundert an und scheint zu begreifen, dass ich meine Ruhe haben will. Doch der Eindruck täuscht. Sie fragt mich, bis zu welcher Station das wohl sei. Ich antworte, dass ich irgendwann einfach aus dem Zug springe. Jetzt hat sie’s aber begriffen! Mit einem verwirrten Gesicht beginnt sie in Ihrer Zeitung zu blättern und ich hab endlich meine Ruhe. In Frankfurt angekommen, gehe ich zur Toilette und werde kurz vor dem Eingang derselben von einem Englisch sprechenden Herrn angehalten, der wissen möchte, wie viel Geld er einwerfen müsste um die Schranke zu öffnen. Ich sage ihm, dass es 70 Cent kostet. Er zeigt mir darauf hin ein 50 Cent Stück und ich sage ihm, dass er noch 20 Cent dazu braucht. Er kramt aus seiner Hosentasche alle möglichen Geldstücke außer einem 20 Cent Stück ich weise Ihn auf den Geldwechselautomaten hin und überlasse Ihm seinem Schicksal. Als ich zurückkomme hat er den nächsten Ahnungslosen am Wickel. Ich frage mich ob man im englischen Sprachraum auch anders rechnet. So schwer kann ja eigentlich 70-50=? nicht sein. Ach egal, ich bin immer froh wenn ich die Fahrt hinter mir hab, es gibt nicht viele Dinge die mich mehr nerven.

Warum ich Montage hasse…
Dienstag, 17 April, 2007

17:01 Zeit, mal wieder was in mein Blog zu tippen. Leider bin ich ja in den letzten Tagen nicht dazu gekommen. Stoff hat es genug gegeben, nur an der Zeit fehlt es bei mir manchmal eben doch. Aber zum Thema:

… eigentlich ist ja gar nicht Montag, es ist wie der Kalender, die Uhr, der Computer und der ganze andere unnütze Büroschnickschnack zu berichten weiß, Dienstag. Ändert für mich aber nichts an der Situation. Ich hatte heute denselben bescheuterten Arbeitsweg, durch halb Deutschland, wie jeden „normalen“ Montag. Mein Frauchen war wie jeden „normalen“ Montag wieder so lieb, mich zum Bahnhof zu bringen. Und wie jeden anderen „normalen“ Montag war natürlich wieder irgendein Scheiß der alles durcheinander bringt. Heute war es der Messeverkehr. Nun, wenn man in Hannover wohnt, soll das von Zeit zu Zeit vorkommen. Soweit ist das ganze kein Problem, doch wäre es überaus höflich, wenn die Messe AG in Betracht zöge, dass nicht jeder zur Messe will. Es wäre also mehr als zuvorkommend wenn die Halbaffen von Messe AG auf ihren tollen, ach so intelligenten, elektronischen Anzeigetafeln (Blinkischilder) außer dem Weg zur Messe, den in Hannover nun echt keiner übersehen kann, auch mal ’ne Info über die halbseitige Sperrungen des Messeschnellweges anzeigen würden. Das scheint aber zu viel verlangt zu sein. Eine statische Info wie „zur Messe“ kann man ja auf gar keinen Fall auf einem schnöden statischen Schild anzeigen. Das fällt ja gar nicht auf! In Hannover ist gefühlt sowieso jedes zweite Schild ein „zur Messe“ Schild, wie soll man da ohne so ein Blinkischild wissen wo man lang soll? Man wird ja gerade zu erschlagen von einer Flut von Schildern, die alle auf denselben Ort zeigen: die Messe. Ich würd’ mich da auch nicht zu recht finden. Aber solche Informationen wie Messeschnellweg nur bis Messe befahrbar, weil auf der anderen Seite die „von der Messe weg“ Spur kurzerhand zu einer „zu der Messe hin“ Spur gemacht wurde, will ja eh keiner wissen. Bis auf ein bis zwei Unverbesserliche, die, oh wen wundert’s, nicht zur scheiß Messe wollen. Während der Minutenzeiger der Uhr mal wieder den Turbo reingehauen hat, spielten wir also „Superstau“ – ich hab nur drauf gewartet dass neben mir der Commander hält und anfängt, in seine CB-Funke zu quatschen. Was man sonst mit Leichtigkeit in 20 Minuten schafft, wird zum Glücksspiel … schaff ich den übernächsten Zug eigentlich noch? Den eigentlichen Zug hab ich schon abgeschrieben als ich den Stau erblickt habe. Selbiger versteckt sich immer recht tückisch hinter einer Kurve und man sieht ihn immer erst, wenn man an der letzten rettenden Ausfahrt um 2 mm vorbei ist. Den nächsten Zug schreibt man normalerweise ab während man sich fragt welchen Grund es bei einer 3 spurigen Straße gibt, deren Spuren alle zum selben Ort führen, ständig zwischen den Spuren zu wechseln. Ok, eine der Spuren an der Ampel ist eigentlich eine Rechtsabbiegerspur die wie die zahlreichen Blinkischilder alle zu erzählen wissen, heute nicht nach rechts abbiegt, sondern wie alle anderen Spuren schön brav nach links zur Messe geht. Nur scheint das keiner der Hirnamputierten, die zur Messe wollen, zu realisieren. Wie gesagt, wenn Messe ist kann man das in Hannover nicht verfehlen, selbst wenn man will! Warum vergeht die Zeit eigentlich nie so schnell wenn man arbeitet? Ich meine, die Herren Physiker sollten mal prüfen ob es nicht vielleicht doch möglich ist das Zeit nicht überall gleichmäßig vergeht. Vielleicht tritt ein ähnlicher Effekt wie bei großen Massen oder hohen Geschwindigkeiten auch bei großem Genervt sein auf, wer weiß?

Warum darf man Idioten nicht erschießen?
Montag, 2 April, 2007

Es ist 18:04 und ich könnt‘ kotzen! Ich sitze nur noch aus einem Grund hier: Der Dämlichkeit einer Kollegin! Ich frag mich, wie man es in einen IT-Beruf schaffen kann, wenn man offensichtlich nicht mal in der Lage ist den Rechner anzuschalten. Anders ist es eigentlich nicht zu erklären! HTML ist ja nun unter der Sonne nicht die komplexeste Materie, vor allem seit es Self HTML gibt kann das eigentlich ja nicht so schwierig sein. Mal abgesehen von grafisch anspruchsvollen Seiten, von denen wir hier aber meilenweit entfernt sind. Wie kann man nur für jede Zeile eines Formulars ’ne eigene Table definieren. Dämliche Kuh! Und Chefchen kommt natürlich zu mir und sagt: „Richten Sie doch bitte mal die Felder aufeinander aus“. Ich Idot sag noch: „Klar, kein Problem“. Das nächste mal fliegt der raus wenn der mit sowas anfängt! Soll er das doch der blöden Schlampe aufs Auge drücken. Jetzt darf ich hier das ganze Formular neu schreiben. Blöder Mist, blöder! Warum darf man Idioten eigentlich nicht erschießen? Das würde den Durchschnitts-IQ der Menscheit binnen Tagen in den messbaren Bereich verschieben. Und weitere 2 Wochen später wären wir wahrscheinlich tatsächlich an der Schwelle zur Krone der Schöpfung. Das einzige Problem ist wohl das man gar nicht so viel Munition mit sich schleppen könnte wie man den ganzen Tag verballern müßte. Hmm, angenehme Vorstellung, alle Idioten in die Sonne schießen, dann wären zwar nur noch eine Hand voll Menschen übrig, aber es gäbe keine Idioten mehr. Die Menschheit würde sicher aussterben, ist eigentlich auch kein Verlust… um genau zu sein würde das sehr viele, nein, alle Probleme dieses Planeten lösen. So, toll, keine 40 Minuten später, abzüglich der Zeit die ich gebraucht habe das hier zu tippen, hab ich den Müll von der Alten endlich auseinander gefizzelt. Blöde Kuh die! Jetzt muss ich nur noch die Werte in den blöden Feldern nachtragen … wenn ich die erwische! Im Aufzug, 2 Mann gehen rein, 1 Mann geht raus! Das die Alte kein Mann ist ist mir da egal. Ach Mist, ich sollte mich calmieren, wie Glaser sagen würde. Ich freu mich auf mein Bett.

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Wieder mal ’nen Tag verschenkt…
Mittwoch, 28 März, 2007

…denk ich mir während ich mich dabei ertappe, wie ich meinen Monitor anstarre und mich frage was, zum Teufel, ich eigentlich grade tun wollte. Dann fällt’s mir wieder ein: Struts! Einen „Pdf drucken“ Dialog in die Applikation einbauen, herrlich! Es gibt wirklich nichts besseres was man mit so einem Tag anfangen könnte. Ich spiele mit dem Textmarker, der auf meinem Schreibtisch liegt. Als ob ich das Ding wirklich brauchen könnte. Nutzloser Müll, genau wie die Berge von Konzepten hinter meinem Monitor, deren Informationsgehalt streckenweise ins Negative umzuschlagen scheint. Warum bin ich eigentlich nicht bei meiner Verlobten oder auf einer Jacht mit allerlei nützlichem Personal und schlürfe Cocktails? Hmm… oh da war ja was, Geld! Der Steuerberater hat angerufen, das Finanzamt will dieses Jahr den Jahresabschluss schon Mitte des Jahres…warum meinen die eigentlich, dass denen grob die Hälfte meines Einkommens gehört? Ja, stimmt, Vater Staat kümmert sich ja um mich. Ich bekomme Strafzettel für jeden Scheiß und das Papier der GEZ-Briefe will auch bezahlt sein und vor allem der ganze Sozialklimbim. Manchmal frag ich mich, warum ich keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld hab oder warum ich keinen Rentenanspruch hab. Aber dann fällt mir ein, dass ich mich ja selber versichern muss. Wofür bezahle ich gleich nochmal Steuern? Damit der Staat mich maßregeln kann wenn ich mal wieder eine Gefahr für die Gesellschaft bin weil ich neben einem Parkscheinautomaten geparkt habe ohne einen Parkschein zu ziehen. Das muß es sein! Oder macht Vater Staat etwa noch mehr für mich? Er sorgt dafür, dass ich sicher und ruhig leben kann, tatsächlich ist die größte Bedrohung für meine Existenz der Staat selbst! Könnte denn nicht mal ein SEK ausrücken und das Ordnungsamt von München in Schutt und Asche legen? Die drohen mit Gericht und Zwangsvollstreckung, weil es keine kostenlosen Parkplätze mehr gab und ich nicht einsehe, dass ich 5€/Stunde an Parkgebühren bezahlen soll. Aber ich schweife ab. Was wollte ich gleich nochmal tun? Achso die Applikation! Kann mich mal kreuzweise. Ich bin keiner dieser Geeks. Ich will nach Hause. Was heißt zuhause? Schön wäre es! Bis nach Hause sind es 400 km. Mein Zuhause (Meine Kollegin nervt! Kann die mich nicht einfach meinen Job machen lassen? Keine Ahnung von der Materie, aber sich überall reinhängen. Ich kann mich selber melden wenn es Probleme gibt.) hier ist ein völlig überteuertes Stück Wohnraum. Naja wenigstens geht der Fernseher wieder. Ich weiß grade nicht ob das ein Vor- oder Nachteil ist. Ich kann wieder Nachrichten sehen, die mir dann gebetsmühlengleich immer wieder die Reduktion des CO2 Ausstoßes predigen. Oder ich schaue mir die Jahrmarktzauberei der sogenannten „Wissensmagazine“ an. Es ist schon toll zu erfahren, dass man jemanden tatsächlich mit Klebeband an eine Wand kleben kann, ohne dass er abstürzt. Mein Leben wäre zu Ende ohne diese Erkenntnis. Ich geh jetzt in meine Wohnung und warte auf den nächsten Tag mal sehen was der so bringt….

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